Bringen wir Licht ins Dunkel
Paris – Die Stadt der Lichter ist ein Spiel aus der „Für zwei Spieler“-Reihe von Kosmos, die bei meiner Frau und mir ganz hoch im Kurs steht. Bisher wurden wir eigentlich, wenn ich auch meine letzten Gehirnzellen noch anstrenge, noch nie wirklich von der Reihe enttäuscht. So war das 2019 erschienene 2 Spieler Spiel: Paris – Die Stadt der Lichter, wieder einmal ein Pflichtkauf für uns.
Apropos Gehirnzellen: Wie in der Reihe üblich, ist auch dieses Spiel keines von denen, das einen hohen Glücksfaktor hat. Nein, hier muss man schonmal nachdenken, wenn man sich die Freude des Gewinnens machen will. Daher würde ich das Spiel eher in den leichten Kennerbereich stecken, als es als Familienspiel zu definieren.
Wie funktioniert Paris – Die Stadt der Lichter?
Paris – Die Stadt der Lichter ist ein Plättchenlegespiel, bei dem wir zuerst Straßenplättchen auf einem Raster platzieren und diese anschließend mit Gebäudeplättchen belegen. Schaffen wir es unsere Gebäude so zu platzieren, dass sie an möglichst vielen Straßenlaternen angrenzen, ist das nicht nur für die Bewohner von Paris toll, nein – wir erhalten auch noch tolle Siegpunkte. Und der erfahrene Spieler weiß – eigentlich dreht sich immer alles um Siegpunkte.
Paris – Die Stadt der Lichter (den Namen schreibe ich nur deswegen immer aus, damit die Rezension bei Google gut geranked wird) spielt sich alles in 2 Phasen ab.
Phase 1
In der ersten Phase legen wir unsere Straßenplättchen auf ein Spielplanraster. Auf diesem Raster können insgesamt 16 der Straßenplättchen gelegt werden. Jeder Spieler hat 8 davon, auf denen wiederrum je 4 Bereiche mit unterschiedlichen Farben abgebildet sind – Bereiche in meiner Spielerfarbe, die meines Gegners und in einer neutralen Farbe.
Auch kann ich mir in Phase 1 alternativ ein Gebäudeplättchen aus der gemeinsamen Auslage nehmen und vor mir ablegen. Diese haben immer unterschiedliche Formen.
Das geht nun Reihum so weiter, bis alle 16 Straßenplättchen am Spielplan liegen.
Phase 2
Nun beginnt Phase 2.
Hier darf ich nun die in Phase 1 erhaltenen Gebäudeteile möglichst sinnvoll auf die zuvor ausgelegten Straßenplättchen mit den unterschiedlichen Bereichen legen.
Allerdings nur auf meine oder neutrale Bereiche. Und nebenbei sollten diese Gebäude möglichst noch an Laternen angrenzen, denn das ist der Hauptgrund, wie man Siegpunkte erhält. Das ist gar nicht so einfach.
Alternativ kann man hier noch Aktionskarten (Postkarten) aktivieren. Von diesen liegen bei Spielbeginn 8 Karten aus. Wurde eine von einem Spieler benutzt, kann diese nicht nochmal benutzt werden.
Mit den Aktionskarten, kann ich zum Beispiel in Phase 2 ein Gebäudeplättchen, dass aus Phase 1 noch übergeblieben ist, tauschen. Oder ich mache ein Bereich meines Gegners zu meinem Gebiet, oder kann eine weitere Laterne am Spielplan platzieren.
Wertung
Nachdem alle Plättchen gelegt wurden und alle Aktionskarten aktiviert wurden, endet das Spiel.
Man erhält nun Siegpunkte für jedes eigene Gebäude, das an Straßenlaternen grenzt – nämlich pro Gebäudegröße (diese sind unterschiedlich viele Felder groß (so 2-6)) mutlipliziert mit der Anzahl Straßenlaternen, die es berührt. Das macht schon ziemlich viele Punkte.
Auch der größte zusammenhängende Gebäudekomplex macht Punkte für jedes Feld, das dieser lang ist.
Alle Gebäude die ich gierig in Phase 1 geschnappt habe, aber in Phase 2 nicht anbauen konnte, sind jetzt leider 3 Minuspunkte wert.
Auch gibt es noch Siepunkte für manche Aktionskarten.
Wer jetzt die meisten Punkte hat, ist natürlich der Meister des Lichts.
Fazit
Paris – Die Stadt der Lichter, ist wieder ein interessantes Plättchenlegespiel für 2 Spieler, das sicher oft von uns aus dem Schrank genommen werden wird. Dabei hat es eine ansprechende Komplexität, die kaum Platz für Glück offenlässt. Damit bleibt jede Partie auch spannend und man fühlt sich nicht „gespielt“.
Das Material ist generell sehr gut, wobei mir das Design, insbesondere die Straßenplättchen, nicht so gut gefallen – allerdings ist das auch übertrieben. Vor allem die schön gestalteten Postkarten gleichen das wieder aus.
Insgesamt ist Paris – Die Stadt der Lichter ein sehr unterhaltsames Brettspiel das wir durchaus empfehlen können.
Super
- Hoher Wiederspielreiz
- Ideale Spieldauer
Nicht so cool
- Das Design von den Plättchen könnte etwas besser sein, dafür sind die Aktionskarten umso schöner
Wertung: Paris – Die Stadt der Lichter
87%
Paris – Die Stadt der Lichter ist ein großartiges 2 Personen Spiel, in dem man kurz braucht um sich zurechtzufinden. Hat man diese erste kleine Hürde geschafft, erwartet einen, wie von Kosmos gewohnt, ein tolles Spielerlebnis aus der „Für Zwei Spieler“-Reihe von Kosmos.
Spielinformationen
- Verlag: Kosmos
- Autor: José Antonio Abascal
- Alter: 10+
- Spieler: 2
- Dauer: 30
- Komplexität: Kennerspiel
- Kategorie: Plättchenlegespiel